Die Görlitzer Wirtschaft will sich nicht kampflos mit den Kürzungen bei den EU-Geldern für Investitionen abfinden. Der Unternehmerverband Görlitz und Umgebung richtete daher jetzt ein Schreiben an die Europäische Kommission in Brüssel. Tenor: Die Unternehmer fordern von der EU, dass sie auch künftig Firmen im Landkreis Görlitz hoch fördert. Dagegen plant die EU diese Programme drastisch zurückzufahren. So sollen kleine Unternehmen künftig mit 35 Prozent gefördert werden. Bislang lag der Fördersatz bei 50 Prozent. Die Unternehmen fordern nun 40 Prozent. Ähnlich auch die Lage bei Firmen bis zu 250 Mitarbeitern. Noch größere Unternehmen sollen in der Zukunft ohne EU-Förderung auskommen. Da verlangt der Unternehmerverband 20 Prozent.

Der Görlitzer Mittelstand folgt damit einer Initiative Oberlausitz, die sich mit ähnlichen Vorschlägen an die EU gewandt hatte. Sprecher der Initiative ist der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU).

Quelle: Sebastian Beutler, Sächsische Zeitung